Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die Netzhaut und somit ebenfalls die Makula ruhen auf einer weiteren Hülle im hinteren Augenbereich namens Aderhaut (Chorioidea). Diese versorgt die Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen und ist für die Reinigung der von der Netzhaut erzeugten Abfallprodukte verantwortlich. Dieser gesamte Austausch muss über eine sehr dünne, zwischen der Netzhaut und der Aderhaut vorhandene Membran namens Bruch-Membran erfolgen. Es sind Störungen genau dieser letzten Struktur, die anfänglich ein Auftreten der AMD verursachen. Diese Veränderungen verhindern die korrekte Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen, was zu einer sekundären Degeneration der auf diesem Bereich abgestützten Netzhaut führt und als trockene AMD oder geografische Atrophie bekannt ist. Als andere Folge der fehlenden Sauerstoff- und Nährstoffversorgung können abnormale Blutgefäße wachsen, die bei fortschreitendem Wachstum die sie umgebenden Strukturen zerstören. Diese Form der AMD ist als feuchte oder exsudative Form bekannt.

Diese beiden Begriffe stehen in keiner Verbindung zum sogenannten “Syndrom des trockenen Auges” bzw. dem Phänomen des “Tränenflusses”.

Bei der Makuladegeneration entsteht der Schaden in der Mitte der Netzhaut (der Makula) und die Peripherie der Netzhaut bleibt unberührt. Aus diesem Grund erscheint nur das, was der Patient direkt anschaut, verschwommen. Das äußere Gesichtsfeld und damit die Orientierungsmöglichkeit und Fähigkeit des Patienten, Hindernisse zu vermeiden, bleiben jedoch erhalten.

Hierbei muss ebenfalls hervorgehoben werden, dass die trockene Form der AMD sich langsam im Verlauf der Jahre entwickelt. Bei dieser Form kommt es zum Absterben lichtempfindlicher Zellen, die schließlich zu einem Funktionsverlust in der Netzhautmitte, der Makula, führen.

Aufgrund der langsamen Entstehung und der Tatsache, dass der zerstörte Netzhautbereich kleiner als bei den feuchten Formen ist, kann sich das Gehirn an den Verlust der Sehfähigkeit bei dieser ersten Gruppe von Patienten relativ gut anpassen. Die feuchten Formen schreiten dagegen sehr schnell voran und verursachen in nur wenigen Wochen oder Monaten einen Verlust der Sehfähigkeit in einem sehr großen Bereich der Netzhaut.

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Risikofaktoren

Das Alter ist der größte Risikofaktor. Eine Makuladegeneration kann bereits ab einem Alter von 55 Jahren, normalerweise jedoch erst ab 70 Jahren eintreten.
Genetische Faktoren. Wenn Familienmitglieder unter einer Makuladegeneration leiden, sind Sie eher dafür empfänglich.
Tabakkonsum und übermäßige Sonnenexposition.
Mangel an natürlichen, in der Netzhaut vorkommenden Nährstoffen.

Es gibt zwei Arten von Makuladegeneration

Die trockene Makuladegeneration tritt am häufigsten auf und entwickelt sich langsamer. Erste Symptome sind eine verschwommene und verzerrte Wahrnehmung, gerade Linien erscheinen beispielsweise gewellt. Die trockene AMD hat keine spezifische Behandlung, regelmäßige Untersuchungen sind jedoch erforderlich. Es wird empfohlen, einen Amsler-Gitter-Test durchzuführen, um zu prüfen, wie Sie diese Linien sehen.

Die feuchte Makuladegeneration ist weniger häufig, entwickelt sich jedoch schneller fortschreitend. Bei dieser Form entsteht ein abnormes Wachstum der Blutgefäße hinter der Makula. Dabei wachsen neue, poröse Blutgefäße, die Blutungen auslösen und Flüssigkeit absondern.

Keine offensichtlichen Änderungen

Gesund Makula, keine Drusen oder Pigmentveränderungen

Normale Altersveränderungen

Nur Drusen (kleine Drusen) ohne Pigmentveränderungen

Anfang AMD

Medium Drusen und / oder Pigmentveränderungen

Fortgeschritten AMD

Neovaskulären Läsionen im Zusammenhang mit und / oder geographischer Atrophie